Oct 252016
 

Seit längerem habe ich vor, meinen Blog endlich mit SSL/TLS auf eine sichere Verbindung umzustellen und die Domain “www.haukemorisse.de” direkt auf meinen Blog umzuleiten, da ich die (veraltete) html-Seite ohnehin nicht pflege und in Zukunft auch nicht nutzen werde. Gründe für die Verschlüsselung gibt es genug, einige werden z.B. auf diesem externen Blog genannt. Eigendlich ist beides nicht so eine große Aufgabe, aber durch die Rechteverwaltung auf einem gemieteten Serverplatz und viele Kleinigkeiten, die nachzuschlagen sind und da ich damit keine Erfahrung habe, dauert es alles ein bisschen. Continue reading »

Oct 092016
 

Als Antwort auf “https://schulesocialmedia.com/2016/08/12/wie-lehrkraefte-digital-fit-werden/

Mitmachen, ausprobieren, kommunizieren. Alles gut und richtig. Nur denke ich, dass die berufliche Praxis vieler Lehrender so ähnlich aussieht wie meine – das heißt, das neben Unterrichten, Konferenzen, Elternkommunikation, verpflichtenden Fortbildungen (die nur teils nützlich sind) und verschiedenen Absprachen treffen dann auch Kommunikationspausen angesagt sind, der Job beiseite gelegt wird und Privates seinen Platz sucht, so dass dauerhafte Vernetzung gar nicht gewünscht ist, sondern eher zielgerichtete Vernetzungshäppchen. Mit den Schüler_innen über den Unterricht hinaus zu kommunizieren (z.B. Nachfragen zu Hausaufgaben oder Prüfungsvorbereitung) halte ich in guter Dosierung für sinnvoll, aber mache dabei immer auch deutlich, dass ich nicht jederzeit und überall erreichbar bin.

Ich schaffe es trotz Teilzeitstelle gerade nicht, mich regelmäßig am educhat zu beteiligen obwohl ich damit gute Erfahrungen gesammelt habe als ich noch kein Klassenlehrer war und mehr Zeit hatte. Materialien zu digitalisieren und Blogbeiträge schreiben sind auch Dinge, die bei mir an zweiter Stelle stehen nach solider Unterrichtsvorbereitung, der Planung von Prüfungen und Klausuren und nach dem mich informieren was in den Parallelkursen gerade läuft, was für Projekte anstehen usw. Vor Informationsflut ist oft das, wass sich schnell auf den Kopierer werfen lässt, was Schulbuchverlage als Arbeitsmaterialien mit Musterlösung vorstrukturiert haben oder ein gutes Schulbuch eher die Wahl zur Unterrichtsgestaltung, als die Ideen, die gut klingen, aber nochmal überarbeitet/angepasst werden müssten. Sicherlich spielt da auch mit rein, dass ich gerade neu an meiner Schule bin und Abläufe nach und nach klarer werden und Routine längerfristig entlasten.

Unterrichtsblogs habe ich schon einmal genutzt, aber das brauchen auch Zeit mit der Lerngruppe, die das Curriculum und die Schulrealität nur bedingt zulässt. In Mathe z.B. kann ich zeitlich wenig mit meinen Stunden “experimentieren” durch eine Fülle an Stoff und Vorgaben. Aber das werde ich sicher nochmal wieder angehen, vielleicht im nächsten Schuljahr, wenn ich einen Jahrgang inhaltlich komplett einmal begleitet habe und besser einschätzen kann, wieviel Zeiträume sich wo ergeben.

Zur Zeit wird bei uns in Hamburg “Kollegiale Unterrichtsreflexion” diskutiert und eingeführt, das klingt vielversprechend auch in Hinblick auf digitale Medien. Gemeinsam Praxis reflektieren ist erst einmal auch Aufwand, aber erweitert das eigene Repertoire und erleichtert die immer notwendige Weiterentwicklung der eigenen Praxis.

Jun 012016
 

Ich hänge ja recht regelmäßig auf Twitter herum und lese auch gerne einmal Blogs von Kolleg/innen, die ähnliche berufliche Herausforderungen reflektieren und mir damit immer wieder interessante Impulse geben. Vor einigen Tagen habe ich einen Beitrag von Herrn Rau gelesen, in dem es um eine Blogparade von einem weiteren bloggenden Lehrer geht, zum Thema “Stress und Belastungen”.

Ich bin ja gerade in meinen letzten Wochen an einer Deutschen Auslandsschule, so dass ich sicher andere Faktoren in meinem Alltag habe, als Lehrer/innen in Deutschland. Continue reading »

Jan 032016
 

Auf einem Treffen der Fachschaften Physik der Deutschen Schule Cuenca und der Deutschen Schule Quito haben wir beschlossen, den Materialienaustausch zu optimieren. Als Ergebnis haben wir ein Blog-Projekt gestartet, um einfach zugänglich und editierbar eine Materialiensammlung zu DFU (deutschsprachigem Fachunterricht) aufzubauen. Schwerpunkt ist Material für spanischsprachige Schüler/innen und Lateinamerika.

Der Stand ist, dass es einige eher veraltete DFU Seiten gibt (mit Ausnahme des recht aktuell erstellten http://dfu-cockpit.com), KEINE Fachbücher und daher die jeweiligen Schulen mehr oder weniger isoliert Materialien erstellen oder sogar Fachlehrer/innen, die neu an deutschen Auslandsschulen arbeiten bei Null anfangen müssen (so wie ich).

Mitarbeit ist erwünscht, kontaktiert mich gerne: info[at]haukemorisse[punkt]de

Hier die Blogadresse: www.dfusite.wordpress.com

Nov 132014
 

Nach zeitaufwändiger Organisation und Überprüfung, ob es möglich und sinnvoll sei, habe ich nun in meinen drei Physik-Kursen der 9.Klassen jeweils eine tagsfüllende Exkursion von Cuenca zu den beiden Wasserkraftwerken Mazar und Molino unternommen. Betrieben werden die beiden Kraftwerke sowie die gesamte Energieversorgung des Landes von der staatlichen Firma CELEC, die uns über einen Kontakt an der Schule eine formale Erlaubnis für die Besuche ausstellte. Mit 120 Hm3 Stausee-Volumen und einer Leistung von 1075 MW ist das zwischen 1976 bis 1991 erbaute Kraftwerk Molino das größte Kraftwerk des Landes Ecuador.

Der Staudamm des KW Molino am Rio Paute

Der Staudamm des KW Molino am Rio Paute

Der Maschinenraum des KW Molino

Der Maschinenraum des KW Molino

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Oct 072014
 

Beim Stöbern in meiner Twitter-Timeline habe ich ein interessantes Projekt gefunden, leider den #EDchatDE direkt zeitlich verpasst, aber immernoch die Gelegenheit genutzt, ein paar Beiträge im Nachhinein zu kommentieren und Positionen zu posten.

twitter2

Interessant an Twitter finde ich einmal die Echtzeitkommunikation in vielen Kanälen parallel, die öffentlich veräuft und daher bei Interesse per Hashtag “mitgehört” werden kann, andererseits auch als Inspirationsquelle und Fundgrube für Artikel, Links usw. Besonders zu schätzen gelernt habe ich dies auf den Educamps an denen ich mich beteiligt hatte. Zuletzt so am letzen Wochenende, wo ich aus der Ferne Einiges vom EduCamp in Hattingen (Hashtag bei Twitter: #echat14) mitbekommen konnte. Im Grunde genommen ist Microblogging ja auch nichts anderes, als Blog-Artikel schreiben, nur schneller und prägnanter.

twitter

Ausserdem finde ich attraktiv an Twitter, dass es im Gegensatz zu Facebook nicht diesen “allumfassenden” Anspruch hat. Ich kann Twitter sehr leicht professionell für die Arbeit nutzen und werde nicht gedrängt, mich umfassend darzustellen oder verschiedene Lebensbereiche zu vermischen. Klar schicke ich auch mal schöne Grüße oder persönliche Einschätzungen, aber es fallen (gefühlt?) weniger Daten an als bei Facebook, auch wenn Twitter ebenso weder open source noch unkommerziell ist. Wobei der Artikel der Zeit: “Twitter verklagt die US-Regierung” das Unternehmen mit Forderung nach Transparenz sympatisch macht.

Die Idee, Lehrende zu vernetzen und einen fachlichen Austausch über einen Hashtag in einem Zeitrahmen zu ermöglichen, finde ich sehr innovativ, besonders weil es im Grunde genommen von jeder und jedem selbst initiiert werden könnte und ein sehr flexibles Format hat. Wer möchte, beteiligt sich in dem Umfang, der gefällt oder liest einfach nur mit, Partizipation als Grundprinzip. Ausserdem neigen viele Aktive bei Twitter auch dazu, generell zu teilen und zu reflektieren, z.B. auf ihren Blogs oder in ihren Medienprojekten. Das hat etwas Verbindenes, das vielleicht gerade in der Ferne einen Stellenwert für die Entwicklung von Unterricht und Bildungsprozessen hat.

May 102012
 

Heute morgen gab es den Portfolio-Campus für die neuen Referendar/innen in Hamburg.

Ich bin ja schon ein halbes Jahr dabei und dokumentiere und reflektiere meine Arbeit teilweise über meinen Blog, teilweise (nicht-öffentlich) über Papiersammlungen und über die Schulcommsy-Räume der Li-Seminare. Heute wurden verschiedene laufende Portfolio-Arbeiten vorgestellt, unter anderem stellte ich auch meinen Blog und meine sonstigen Unterlagen vor. Neben meinem Blog gab es noch andere Kolleg/innen, die einen Blog als Werkzeug nutzen, allerdings in anderer Form. Es ist möglich, den gesamten Blog nur per Passwort zugänglich zu machen oder Suchmaschinen abzublocken. Fragen, die sich zum Konzept einer Blognutzung stellen sind die Anonymität des reflektierten Personenkreises, die Außenwirkung für eine gesamte Schule sowie ob erwünscht ist, dass Eltern und / oder Schüler/innen ebenfalls lesen, was für Reflexionen der Lehrer so anstellt. Fragestellungen, mit denen man sich auseinandersetzen sollte, bevor man öffentlich schreibt und reflektiert.

Ich habe mich für einen ausgesprochen offene Form entschieden, stoße aber auch mit diesem Konzept an Grenzen. Den Kolleg/innen habe ich vorgeschlagen, erst einmal mit einem kostenlosen WordPress-Blog Erfahrungen zu sammeln, aber auch im Zweifelsfall ein Passwort zu setzen, wenn sie sich nicht sicher sind, in welchem Umfang sie öffentlich sein möchten.

Besonders auffallend war für mich, dass ich selbstkritisch hinterfragen musste, inwieweit meine Portfolioarbeit überarbeitet werden könnte. Zum einen sind viele meiner Reflexionen nicht für die breite Öffentlichkeit bestimmt, d.h. es gibt nur ausgewählte Inhalte, die auf diesem Blog landen. Das ist erst einmal nichts Neues. Allerdings wäre ein geschützter Bereich, der nur einem vertraulichen Kreis zugänglich ist, hilfreich, um ungezwungener über Schulalltag und Probleme im Referendariat zu schreiben, ohne dass Schüler/innen, Eltern oder andere darauf Zugriff haben. In der Portfolioarbeit ist es ja auch vorgesehen, einen geschlossenen und einene dialogischen Teil zu erstellen. Mein geschlossener Teil ist zur Zeit fast ausschließlich in Papierform.

Ein weiterer selbstkritischer Aspekt, der durch die Fragen zu meinen Materialien auffiehl, war dass ich umfangreicher und strukturierter inhaltlich reflektieren könnte. Hier wird das Ende des Schuljahres sicher Gelegenheit geben, den gesamten Unterricht des letzten Halbjahres einmal aufzurollen und systematischer zu untersuchen auf Ziele und Ergebnisse meines Unterrichtes. Zusätzlich haben andere Portfolios viel stärkeren Bezug zur Lehrerpersönlichkeit als mein Portfolio, d.h. ich schreibe viel fachlich und veröffentliche Materialien, aber schreibe wenig zu meiner Persönlichkeitsentwicklung und meinen Baustellen. Dies werde ich auch erstmal nur im geschlossenen geschützten Bereich des Portfolios tun.

Es wird relativ wenig auf meinem Blog kommentiert, was sicher auch mit der Zielgruppe zu tun hat. Blogbeiträge regelmäßig zu lesen und dann auch noch zu kommentieren kostet Zeit und fällt in meinem eigenen Alltag auch häufig aufgrund der anderen, vor allem kurzfristigen Arbeitsbelastungen häufig hinten über.

Als Konsequenz habe ich mir vorgenommen, zum einen meine Unterlagen noch einmal zu einer umfangreicheren Reflexion zusammenzustellen auch in Bezug auf die Werkzeuge vom LI und zum anderen, auch den geschützten Bereich des Blogs stärker zu nutzen.

Schön war auch, viele neue Referendar/innen kennenzulernen und es gab abschließend auch Schokolade vom Li 🙂 

Jul 032011
 

Gerade nehme ich mir etwas Zeit, bei Twitter nach interessanten Inhalten zu stöbern und stoße auf die beiden kontroversen Artikel “Politische Bildung muss nach Facebook” und “Nur Facebook-Abstinenz überzeugt” auf dem Portal “pb21.de web 2.0 in der politischen Bildung”.

Die genannten Argumente beider Seiten sind nicht neu und erinnern auch an unsere Diskussion zu “Lehrende bei Facebook & Co. – Was, wenn dich Schüler adden“, zu der ich in meinem Beitrag zum EduCamp in Bremen mehr geschrieben habe. Im Wesentlichen beschäftigt mich daran, das Facebook als ein wesentlicher Kommunikationskanal unter Jugendlichen in seiner Alltagsrelevanz sowohl Gegenstand im Informatikunterricht sein sollte, als auch offensichtlich eine kontroverse aber verlockende Möglichkeit bietet, als Medium eingesetzt zu werden. Viele Konflikte lassen sich durch die Form der Nutzung vermeiden, beispielsweise eine klare Zielorientierung mit beruflichem Lehreraccount, der nicht vorgibt mehr oder weniger zu sein und mit einer Testphase, wie sie auch in einem der Artikel mit Hinweise auf einen BBC Journalisten für seine Zwecke beschrieben wurde. Ich vermute, dass sich mit einem Blog viele Möglichkeiten des Mediums Facebook im Schulkontext ähnlich gut und besser umsetzen lassen.

Drei Dinge stören mich an Facebook besonders: Einerseits das geschäftliche Interesse und die klare Hierarchie im gesamten Projekt, zweitens die Geschlossenheit der Plattform, die eben nicht auf freien oder offenen Informationsaustausch hinarbeitet, unabhängig von Mitgliedschaften in einem kommerziellen Großprojekt und drittens das unglaubliche Macht- und Informationsmonopol, das auch schon Google unsympatisch macht.

Ein Argument, was ich neben den im zweiten Artikel aufgeführten gegen einen Facebook-Account aufführe, ist meine persönliche begrenzte Zeit. Es ist schon eine Menge Zeit nötig, verschiedene Kommunikationskanäle befriedigend zu nutzen und sicher würde das “nur mal schnell gucken, ob wer geschrieben hat” massiv ansteigen und dennoch weder Mails noch Blogs oder Twitter unnütz machen. Zudem ist die persönliche Kommunikation ohnehin sowohl im Bildungskontext, als auch in sozialen Beziehungen immer noch unschlagbar.

Mar 202011
 

Heute fand der letzte Tag des EduCamps 2011 in Bremen statt (Webseite der Uni Bremen zum EduCamp, Twitter Hashtag)

Diesmal auch für mich pünktlich zum Frühstück begann das EduCamp mit der Vorstellung der angebotenen Sessions. Dabei wurde jeweils vorhandenes Interesse durch Handzeichen abgefragt und damit ob die Session stattfinden oder nicht und dann die Orte für diese je nach möglichen Teilnehmer_innen-Zahlen festgelegt.

Hier sind einige schöne Bilder von Ralf Appelt vom EduCamp in Bremen auf Flickr und hier noch weitere Bilder auf Flickr. Weitere Dokumentationen, u.a. Videoclips werden wohl noch auf diversen Seiten und Profilen folgen.

Ich ging erst einmal zu einer Session zum Thema “Lehrende bei Facebook & Co. – Was, wenn dich Schüler adden“, also ob und wie Lehrerinnen und Lehrer mit ihren Profilen in sozialen Netzwerken gegenüber Schülerinnen und Schülern umgehen. Ich selbst habe keinen Facebook account und vermisse diesen auch nicht. Allerdings war ich damit relativ allein. Aber der Einsatz oder Nicht-Einsatz im Unterricht war durchaus umstritten. Klar war, dass es Datenschutztechnisch ein Problem darstellt, Facebook zu nutzen. Andererseits wurde angemerkt, dass es “wie beim Streetworking darum geht, die Jugendliche dort abzuholen, wo sie sind und Facebook ist nunmal Mainstream”. Auch der Vergleich der Facebooknutzung und der Twitternutzung der Schüler_innen der anwesenden Lehrer_innen bestätigte, dass Twitter eher selten ist und Facebook selbstverständlicher Bestandteil des Alltags von Jugendlichen. Dabei wurde auch zu bedenken gegeben, dass an Twitter das angenehme ist, das es “offensichtlich öffentlich ist”, während Facebook “scheinbar privat” ist. Dies lässt auch die Frage aufkommen, was für eine Intention Schüler_innen haben, wenn sie Interesse bekunden, geadded zu werden im Profil ihrer Lehrperson. Offensichtlich haben verschiedene Lehrer_innen eine unterschiedliche Grenze, was das Öffentlichmachen ihres Alltags gegenüber Schüler_innen angeht. Das kann ich auch gut verstehen, da es eben eine Doppelrolle ist, in der wir uns befinden, wenn wir einerseits lehren und prüfen und andererseits soziale Bezugsperson sind. Es wurde auch die provokante These in den Raum geworfen, ob es nicht auch eine Verletzung der Aufsichtspflicht darstellt, wenn die Auseinandersetzungen in Facebook einfach nicht stattfindet. Andererseits denke ich, ist hier der Vergleich mit dem “offline Leben” klar, wo ich auch nicht immer genau weiß und auch nicht wissen will, wo meine Schüler_innen was genau in ihrer Freizeit tun, es sei denn ich werde ausdrücklich um Hilfe bei z.B. Mobbing gebeten. Hierfür kann es auch wichtig sein, in den Plattformen Interveniermöglichkeiten zu haben. Einen Unterschied macht hier auch, ob gezielt recherchiert wird oder auf Ansprache interveniert wird. Ein Lehrer berichtete aus der Ferne via Twitter, dass er auch schon Folgendes erlebt habe: “Beim Elternsprechtag bedankte sich eine Mutter ausdrücklich für meine Präsenz bei Facebook und für meine ab und zu als “Stimme der Vernunft” abgegebenen Kommentare ;-)” Ein weiterer Aspekt der Session war der Umgang mit dem “Facebook während des Unterrichts nebenbei offen haben”, was viele Kolleg_innen gut kannten. Hier reicht der Umgang von der Kontrolle, dass die Aufgaben fertig werden müssen, egal welche Seiten währenddessen offen sind bis zu einer Schule, die über ihre Server nur gezielte Seiten zugänglich hält, während alle weiteren Seiten gesperrt werden, solange sie nicht explizit freigeschaltet werden. Hierzu kam auch der Einwand, dass wir als Lernende ja auch Dinge parallel machen, z.B. Twitter laufen haben während wir auf einer Konferenz sitzen. Gut fand ich den perspektivischen Blick auf das mobile learning, indem PC Räume abgelöst werden könnten durch mobile Geräte, die nur zeitweilig und gezielt eine Rolle im Unterricht spielen sollten, statt dauerhaft präsent zu sein. Das Protokoll zur Session ist hier: http://piratepad.net/8OSqJuJSPx

In einer Session zu Mobiles Lernen / Educaching von @gibro sprachen wir über Schnitzeljagden mit Bildungsinhalten und über die Rückeroberung von öffentlichem Raum durch Informationen über Caches, die eine sehr hohe Interaktion und einen Mix von physischen und virtuellen Erfahrungen sowie online und offline Verknüpfungen ermöglichen. Eine Webseite zum Thema “Geocaching in der politischen Bildung” von Joeran und Konsorten ist hier ein Beispiel. Ein spannendes Thema, mit dem ich noch keine Erfahrungen sammeln konnte, aber vorhabe, dies nachzuholen. Gut fand ich auch die Idee, die didaktische Einbettung mit “Ausrüstungsgegenständen” zu unterstützen, die in begrenzter Zahl vor der “Jagd nach den Caches” als Hilfen ausgewählt werden können. Möglicherweise stellt ein gut durchdachtes Educaching ein Feld für vielseitige multimediale Lernszenarien dar.  Das Protokoll zur Session ist hier: http://piratepad.net/gzOstv1RRf

Als dritte Session wählte ich den Bericht mit Diskussion zum e-Studi Seminar an der Uni Bremen. (+ die Seite der Universität Bremen zum Seminar) In dieser fakultativen Veranstaltung wurde rein online ohne Präsenzveranstaltung das Thema “erfolgreich Studieren mit dem Internet” als allgemeinbildende Veranstaltung für eine große Anzahl von Studierenden über Blogs durchgeführt. Das hochschuldidaktische Konzept umfasste eine einen Ablauf, der durch eine hohe Anzahl von Tutor_innen ermöglicht wurde, die durch diese Tätigkeit parallel ebenfalls eine Prüfungsleistung im universitären Kontext erlangen konnten. Durch den Wechsel Aufgabenstellung, Aufgabenbearbeitung und ausführliches Feedback durch die Tutor_innen mit anschließender Zusammenfassung der interessantesten Blogbeiträge in einer Rundschau wurde diese recht große Veranstaltung mit BuddyPress in WordPress realisiert. Die Nutzung des Blogs als persönliche Lernumgebung (PLE) ist besonders reizvoll, wie ich auch selbst in meinen Unterrichtserfahrungen feststellen konnte. Ich tauschte mich auch mit einem Lehrer in einem Gespräch zwischen den Sessions über die Nutzung von WordPress in Verbindung mit BuddyPress im Schulkontext als Lernwerkzeug aus. Bei dem Vergleich der PLE der Studierenden am Beginn und am Ende des Seminars stellte sich heraus, dass hier ganz unterschiedliche Tools und Strategien als persönlich nützlich empfunden wurden und dass viele Möglichkeiten für die Teilnehmenden handhabbarer gemacht wurden. Die gegenseitige Unterstützung in Netzcommunities wurden somit auch im Alltag des Studiums vor allem über Feedback, gegenseitiges Kommentieren und Kooperation etwas übertragen. Eine Bewertung oder gar “Gütekriterien” wurden bewusst nicht angewendet, um den Einstieg in die Vielfalt an Web 2.0 Möglichkeiten nicht zu hemmen, sondern niedrigschwellig zu halten. Auch die als Tutor_innen eingesetzten Lehramtsstudierenden machten häufig einen Sprung ins kalte Wasser und mussten sich im Lernprozess ebenfalls viel Neues aneignen. Die Präsenzveranstaltung dieses Seminars wurden zur Evaluation und Begleitung genutzt, so dass die Tutor_innen-Aufgaben mehr und mehr zur Routine wurden. Eine klare Strukturierung der Betreuung ermöglichte eine gute Arbeitsteilung der regelmäßigen Kommentierung aller etwa 60 Blogs mit ihren Beiträgen. Auch Externe konnten mit den erstellten Blogs interagieren und auch Kooperationen mit anderen Universitäten wären denkbar. Spannend sei nach Aussage eines der Referenten, diese Form des Lernens auch auf nicht besonders netzaffine Themen auszuweiten.Es gibt auch einen Youtube-Kanal zum Thema, sowie eine öffentliche Auswertung zum Seminar mit weiteren Informationen.

Als letzte Session gab es noch eine Diskussion zum nächsten EduCamp in Bielefeld im Herbst 2011 (#ecbi11) und einen Ausklang mit Kaffee 🙂

Ich denke ich werde zusehen, das ich wieder dabei bin, es war an vielen Punkten sehr interessant gestern und heute.

 

 

Mar 202011
 

Gestern, heute und morgen findet das EduCamp 2011 in Bremen statt (Webseite der Uni Bremen zum EduCamp, Twitter Hashtag)

Ich war heute leider nicht in der Lage, direkt vor Ort zu schreiben, daher hole ich das nun nach.

Der heute veröffentlichte Wikipedia-Artikel beschreibt das Thema Educamp wie folgt:

“Ein EduCamp ist eine offene Tagung, auf der hauptsächlich medienpädagogische Fragestellungen sowie generell auch Formen und Methoden des Lehren und Lernens behandelt werden. Inhaltlicher Schwerpunkt ist dabei zumeist der Einsatz von Medien – vor allem von Neuen Medien – im Bildungskontext an Schulen und Hochschulen sowie im Unternehmensumfeld. Wie beim BarCamp werden Ablauf und Inhalte von den Teilnehmern im Tagungsverlauf selber entwickelt, wobei dieses Prinzip einer sich weitgehend selbstorganisierenden und kostenlosen „Mitmach-Konferenz“ beim EduCamp durch etablierte Konferenzmethoden wie der Podiumsdiskussion und dem Open Space ergänzt werden.” (http://de.wikipedia.org/wiki/Educamp, abgerufen am 19.03.2011)

Es gab eine Vielzahl an Sessions, d.h. kleinen Veranstaltungen und da ich erst gegen Nachmittag dazukam, bekam ich noch etwas von der Veranstaltung “i-pad im Klassenzimmer” mit. Hierzu war eine Diskussion per Skype mit André Spang aus Köln möglich, der i-Pads im Unterricht einsetzt und hierzu auch seine Erfahrungen in einem Blog teilt. In der Diskussion ging es vor allem um den Stellenwert von Technik und Didaktik, sowie um Unterschiede von i-Pads und Netbooks.

Danach gab es Kaffee und Kuchen 🙂 das freut mich immer sehr.

In einer Session zu “Wikipedia macht Schule” ging es im Wesentlichen um technische Funktionalitäten von Wikis und Wikipedia im Speziellen, d.h. wie Autor_innen arbeiten, welche rechtlichen Grundlagen es gibt und wie Creative Commons Lizenzen funktionieren. Zur Unterstützung von Autor_innen wurde das Tutorial und das Mentor_innen-Programm erwähnt.  Ganz interessant als Ergänzung zu letztem Wochenende in Berlin auf der LiMa war das Thema der dramatischen Entwicklungen in Japan und die Funktion von Wikipedia als Leitmedium, auf das sich bezogen wird. Hier wurde nämlich das Erdbeben auf Wikipedia zuerst unter dem Namen “Sendai Erdbeben” vermerkt und nach späterer Diskussion zu “Tohoku Erdbeben” umbenannt und eine Weiterleitung eingerichtet. In der Zwischenzeit war aber die erste Version bereits in anderen Medien unterwegs. Ein Zeichen für die Relevanz von Wikipedia auch für aktuelle Berichterstattung. Ansonsten wurden noch Aspekte der “Durchschnittswikipedianer” und der aktiven wie passiven Nutzung besprochen. Ich hatte vor allem gehofft, auf Anregungen zu meinen Unterrichtsentwürfen zur Arbeit mit Wikipedia zu stossen, dies blieb leider aus.

Dann gab es noch eine Session zu “Google Apps for education“, die mich allerdings nicht sonderlich überzeugte. Eine Person aus einer Werbefirma stellte die viele kleine Tools von Google vor, die nun über das Cloud Konzept unter eigener Domain eingerichtet werden können, aber im Grunde nicht speziell didaktisch motiviert sind, sondern das Übliche nur anders verpackten. Und das alles kostenlos und angeblich werbefrei.

Dann war ich noch kurz in einer Session zu “Neue Lernorte” von @cervus, wo wir über die Anreicherung von Orten mit Metadaten und Lernmöglichkeiten diskutierten, wie beispielsweise über Geocaching im Bildungsbereich, das als “Educaching” bezeichnet wird und wie interaktive Schnitzeljagden konzipiert ist. Auch verschiedene Projekte, die angelehnt an freier Software als offene Lernorte funktionieren sollten und das Unperfekthaus aus Essen wurden mit ihren Stärken und Schwächen thematisiert.

Abschließend tauschten wir uns vor dem Essen noch einmal kurz in einer Session zu “Blogs und Wikis im Schulunterricht” über Erfahrungen im Unterricht und in der Lehrer_innen-Fortbildung mit Wikis und Blogs aus, diese Session wurde von @cgrune initiiert.

Piratepad.net ist übrigends wie Etherpad eine gute Möglichkeit, kollaborativ Notizen zu einer Veranstaltung u.ä. zu sammeln und später als Grundlage für eine Dokumentation zu verwenden.

Vielen Dank an Alle für die spannenden Eindrücke und bis morgen.