Jun 012016
 

Vor einigen Wochen habe ich in unserer Mathematik-Fachschaft in Cuenca eine Fortbildung zum Thema „Bruchrechnung“ gegeben. Auch hier in Ecuador ist der Einstieg in die Bruchrechnung Thema der 6.Klasse, ähnlich wie in Hamburg. Der Übergang von ganzen Zahlen zu Brüchen wird überwiegend recht abstrakt und wenig handlungsorientiert gestaltet, weshalb viele Schüler/innen auch in den folgenden Schuljahren Schwierigkeiten mit dem Thema haben. Ich habe einige Praxisbeispiele zusammengestellt und vorgestellt. Continue reading »

Sep 112015
 

In der 10.Klasse bin ich mit Wahrscheinlichkeitsrechnung eingestiegen, auch um hospitierenden Kolleg/innen mit wenig Aufwand eine Vielfalt an Methoden darstellen zu können. Besonders schön ist die gleichzeitig empirische wie theoretische Mächtigkeit stochastischer Konzepte. So wurde in Gruppen eine Tabelle mit Würfelergebnissen erstellt, die ich anschliessend an der Tafel summierte, um eine ausgeglichenere Häufigkeitsverteilung zu erreichen und diese dann mit der theoretischen Wahrscheinlichkeit nach La Place vergleichen zu können. Hier greifen Intiutivität und abstrakte Werkzeuge offensichtlich sinnvoll ineinander. Continue reading »

Apr 262015
 

In den Osterferien hatte ich einmal Zeit und Lust, mich ein bischen mit Theorie und Unterrichtsmethodik zu beschäftigen, hab das Buch von Hilbert Meyer zu Unterrichtsmethoden gelesen und wollte einmal ein paar Gedanken dazu veröffentlichen. Das Standartwerk ist nun schon ziemlich alt und in vielen Auflagen erschienen und beinhaltet viele Anregungen, die auch nach dem Referendariat immer wieder helfen, die Unterrichtspraxis kritisch zu reflektieren. (H.Meyer, UnterrichtsMethoden, II: Praxisband. Frankfurt/M. 1987 (mehrere Auflagen), ISBN 3-589-20851-1)

Mir gefällt besonders der handlungsorientierte Ansatz und die Betonung der Sicht der SuS. Die Lernlandkarten zur Visualisierung finde ich einen guten Ansatz, auch wenn sie mir manchmal etwas unübersichtlich erscheinen. Es drängt sich förmlich auf, sie mit digitalen Medien zu visualisieren.

Aber ich habe auch einige Schwierigkeiten in Bezug auf meine aktuelle Unterrichtspraxis, d.h. auf Matheunterricht in der Oberstufe und Physik in der Mittelstufe, und die im Buch aufgeworfenen Theorien ausgemacht, die ich im Folgenden beschreibe. Natürlich lässt sich das Thema nicht erschöpfend in einem Blogbeitrag behandeln, daher bin ich über Anregungen und Kritik generell dankbar. Ich hoffe vor allem Kolleginnen und Kollegen mit Beiträgen wie diesem anregen zu können. Continue reading »

Nov 302011
 

Gestern habe ich an meiner neuen Schule in der 9.Klasse eine Doppelstunde Mathematik angeleitet unterrichtet.

Die vorangegangenen Stunden hatten den Satz des Pythagoras zum Inhalt, also ein klassisches Thema, zu dem sich auch eine Vielzahl an problemorientierten Unterrichtskonzepten finden lassen. Ich habe für die Doppelstunde aus dem Buch „Mathematik als Abenteuer“ eine handlungsorientierte Idee entnommen: Eine Raumdiagonale durchs Klassenzimmer gezogen, um diese dann nach Messungen der Abmaße des Raumes in Kleingruppen berechnen zu lassen.

Das Absperrband sorgte dann auch für erste Aufmerksamkeit zu Beginn der Stunde, allerdings wollte ich noch einige Grundlagen festigen, um den Einstieg in das Problem zu erleichtern, so dass der Lösungsweg doch wieder eher vorgegeben wurde.

Themen waren hier die Diagonale im Dreieck und der Quader, die ich entsprechend gemeinsam mit den Schüler/innen entwickelt habe. Die Aufgabe für die Tischgruppen hab ich entsprechend auf dem Smartboard festgehalten, weitere Materialien außer Maßbänder gab es keine.

Insgesamt wurde die Gruppenarbeit gut gelöst, auch der zeitliche Rahmen von einer Doppelstunde passte ganz gut. Nur das Problemlösen an sich als Konzept war der Lerngruppe eher ungewohnt, so dass sie teilweise auch schonmal schnell nach Unterstützung fragten, statt selbst loszulegen.

Hier ein Screenshot des Tafelanschriebs: