Jan 152015
 

Das neue Jahr hat begonnen, das Schulhalbjahr endet nun zum Februar und seit der Exkursion im November hat sich Vieles getan. Zum Einen sind die 10.Klassen von ihrem zweimonatigen Austausch nach Deutschland zurück und damit unterrichte ich wieder mehr Mathe. Zum Anderen ist für diesen Jahrgang national verpflichtend in Ecuador eine „participacion estudiantil“ also eine Art zusätzlicher, praxisorientierter AG, so dass meine SuS nun auch Sonnabend zur Schule müssen – und ich auch. Ich arbeite in einem Projekt mit, das sich mit Solarenergie beschäftigt. Außerdem sind wir in Physik DFU in den neunten Klassen gerade dabei, einen Monat Projektarbeit zu beenden.

Im letzten Jahr wurde eine Solar-Ladestation für unser Elektroauto gebaut, dieses Jahr haben wir zunächst etwas experimentiert und dabei gemeinsam unsere Physik-Materialsammlung durchgeschaut. Wir haben auch PHYWE-Kästen zu erneuerbarer Energie und Mechanik-Kästen, die Fischer-Technik ähneln. Ein Modellbau-Auto eines Schülers haben wir mit Solarenergie ausgestattet und darüber gesprochen, in welchen Teilen der Welt welche Energieformen besonders günstig zur Stromerzeugung sind. Ecuador ist in der Andenregion erheblich effektiver durch erhöhte Sonneneinstrahlung als Deutschland und Mitteleuropa, dennoch gibt es bisher wenig Sonnenkollektoren. Der Großteil des nationalien Stromverbrauches wird über Wasserkraft gedeckt und weitere Wasserkraftwerke sind in Bau. Diese haben allerdings auch einen höheren Wirkungsgrad.

In Mathematik beschäftigen sich gerade sowohl der 10. als auch der 11.Jahrgang mit Funktionen. Durch die hohe Dichte an verpflichtenden schriftlichen Prüfungen komme ich gerade selten zu didaktisch-methodischen Experimenten, die erwähnenswert wären.

In Physik in der 9.Klasse schliessen wir gerade unsere Projektarbeitszeit ab. Die SuS hatten in den vergangenen Wochen die Aufgabe, zu einem Energie- oder Technikthema unter einer Forschungsfrage zu recherchieren, ein Poster zu erstellen und abschliessend dieses auf deutscher Sprache zu präsentieren. Das ist nicht ganz einfach und durch die Fremdsprache wird es noch anspruchsvoller, aber dabei lässt sich auf allen Niveaus für Alle etwas lernen, besonders im methodischen Bereich. Zunächst habe ich einleitend etwas zu Projektarbeit erklärt, da diese den SuS weitestgehend unbekannt war. Dies beinhaltete zunächst die drei Phasen der Vorbereitung, Durchführung und Reflexion mit Tipps zu Recherche, Design und Aufbau eines Posters sowie für eine gute mündliche Präsentation auf einer Fremdsprache vor der Klasse.

Diese Kriterien, die ich teilweise mit den Lerngruppen gemeinsam erarbeitete, sind in den Feedbackbögen wieder aufgetaucht, die zu jeder Präsentation als Feedback ausgefüllt wurden. Ich habe klar gemacht, dass die Kritik, auch wenn sie schlecht ausfällt nichts mit meiner Notengebung zu tun haben wird. Bei den 5 Präsentationen bisher deckte sich die Einschätzung der SuS überwiegend mit meinen Einschätzungen, ob ein Poster und eine Präsentation gelungen war oder nicht. Durch den sozialen Druck, etwas vor den Peers vorstellen zu müssen haben alle SuS eine recht hohe Motivation, eine gute Präsentation zu halten.

Anschliessend werde ich wieder mehr mit den Experimentierkästen arbeiten, auch aus zeitlichen Gründen, um mich auf die Mathematik-Kurse konzentrieren zu können. Ab morgen läuft die Examenswoche, wo kein Unterricht stattfindet, sondern jeden Tag Halbjahresexamen geschrieben werden und dann beginnt das neue Halbjahr.

Eines der gelungenen Poster zur Projektarbeit

Eines der gelungenen Poster zur Projektarbeit

eines der Poster mit zuviel Text - ein häufiges Phänomen

eines der Poster mit zuviel Text – ein häufiges Phänomen in der Hoffnung, das mehr Informationen                      gleich höhere Qualität ist

feedbackbogen Einige verwendete Materialien für die Projektarbeit in Physik:

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